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Bayerischer Tennis-Verband

Bezirk Oberpfalz nimmt Vorreiterrolle ein

Bezirk Oberpfalz

Nur 41 von 173 oberpfälzer Vereinen waren beim BTV-Bezirkstag am Samstag in Schwarzenfeld vor Ort und nutzten so die Möglichkeit, sich von BTV-Vereinsberater Lars Haack (r.) über die Vorzüge und Folgen der kostenlosen Beratung zu informieren. Bild: lst

(17.11.2018) Schwarzenfeld. (lst) Auf eine positive Entwicklung in fast allen Bereichen kann der Tennis-Bezirk im vergangenen Jahr zurückblicken. Das machte Bezirksvorsitzender Johannes Deppisch sowie die Vorstandsmitglieder beim Bezirkstag am Samstagnachmittag im Sportpark des 1. FC Schwarzenfeld deutlich. Die Oberpfalz nimmt dabei ab der kommenden Medenrunde im Sommer eine Vorreiterrolle ein. Denn erstmals wird es bayernweit mit dem TC Waldershof und dem TC Marktredwitz eine bezirksübergreifende Tennis-Gemeinschaft (TeG) geben. Die so aus der Taufe gehobene TeG Steinwald/Fichtelgebirge avanciert damit auf einem Schlag zu einem der größten Klubs im Bezirk.


Vor dem Hintergrund des am 1. Dezember in Bad Gögging stattfindenden Verbandstages des Bayerischen Tennis-Verbandes (BTV) übte Deppisch am Samstag angesichts des spärlichen Besuchs – nur 41 von 173 oberpfälzer Vereinen waren anwesend – dann doch etwas Kritik. „In Bad Gögging werden einige richtungsweisende Anträge behandelt. Offenbar interessiert das 75 Prozent unserer Klubs nicht, sie lassen sich die Chance für Informationen einfach entgehen“, sagte Deppisch.


Der konnte im Sportpark neben Stefan Harmsen, dem Vorsitzenden des gastgebenden 1. FC, und dem Schwarzenfelder Tennis-Chef Dr. Wolfgang Laaths, auch BTV-Vereinsberater Lars Haack sowie den Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Landessport-Verbandes (BLSV), Herrmann Müller begrüßen. Müller wies in seiner kurzen Ansprache auf die verschiedenen BLSV-Fördermöglichkeiten für die Tennisvereine hin, die sich unter anderem ihre Jugendcamps, die Austragung der Bezirksmeisterschaften oder die Aus- und Fortbildung von Trainern finanziell unterstützen lassen können. „Ihr müsst die inzwischen einfach auszufüllenden Anträge nur an uns schicken und unser Angebot nutzen“, appellierte Müller, der zusammen mit Deppisch künftig eine Schnittstelle zwischen BTV- und BLSV-Bezirk schaffen möchte.

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BLSV-Bezirksvorsitzender Herrmann Müller (l.), hier mit BTV-Bezirkschef Johannes Deppisch (r.), informierte die Vereine zu den vielfältigen Fördermöglichkeiten durch den BLSV. Bild: lst


Die Berichte der Bezirksvorstandschaft und der jeweiligen Referenten lagen in schriftlicher Form vor und so ging Deppisch nur auf ein paar wichtige Punkte direkt ein. Er gab für den wegen einer Trainerfortbildung verhinderten Bezirks-Referenten Uwe Dressel bekannt, dass die im Großraum Weiden-Neustadt/WN ins Leben gerufene „Initiative zur Förderung des Tennissports“ erste positive Ergebnisse vermelden könne.


Finanziell habe der Bezirk im Jahr 2017 mit einem mittleren vierstelligen Minus abgeschnitten, für 2018 sei ein ausgeglichener Abschluss zu erwarten. Daher stimmten die anwesenden Mitglieder einhellig dem Haushaltsplan sowie der Entlastung der Bezirksvorstandschaft einstimmig zu. Deppisch rührte weiterhin nochmals die Werbetrommel, dass sich die Vereine am Verbandstag in Bad Gögging beteiligen sollten. „Jede Stimme zählt, auch die der kleinen Vereine“, machte der Bezirksvorsitzende deutlich.


BTV-Vereinsberater  Nord, Lars Haack, hielt danach einen kurzen Vortrag über die Möglichkeiten der Vereine, sich kostenlos beraten zu lassen. Er stellte dabei seine Aufgabenbereiche vor und riet den Klubs, das BTV-Angebot anzunehmen. „Nicht nur die Trainerausbildung, einem ganz wichtigen Faktor für die Kinder- und Jugendarbeit, kann so forciert werden. Die Vereine erhalten mit unseren Checks und unseren Tipps wertvolle Hinweise, sich zukunftsträchtig zu positionieren und sich positiv zu entwickeln“, sagte Haack.


Thomas Heider, Bezirksvorstandsmitglied Sport, ging dann auf die wichtigsten der insgesamt 28 Anträge ein, die beim Verbandstag in Bad Gögging am 1. Dezember gestellt werden. So ist vorgesehen, die BTV-Vereinsbeiträge für Jugendliche und Erwachsene von 1,70 auf 3,40 Euro und von 4,90 auf 5,40 Euro zu erhöhen. Spielgemeinschaften, so der Plan des BTV, sollen künftig bis zur Bayernliga (bislang nur bis zur Bezirksliga) möglich sein, Spieler und Spielerinnen sollen zudem in mehreren Altersklassen gemeldet werden können.

Kritik seitens der anwesenden Vereinsvertreter gab es für den BTV, weil dieser auch für die noch beliebten Leistungsklassen-Turniere einen einheitlichen Spielball vorschreibt. Durch die somit entstehenden Mehrkosten befürchten die oberpfälzer Klubs, dass immer weniger Spieler die Turniere besuchen werden. „Die Teilnehmer müssten so künftig im Schnitt rund 30 Euro an Meldegebühren berappen“, rechnete Dr. Jochen Glamsch, Vorsitzender des TC Wackersdorf, vor. „Das wird früher oder später das Aus der LK-Turniere sein“, prognostizierte Ernst Gumpenberger, Chef des TC Kümmersbruck.

Heider wies abschließend darauf hin, die Mannschaftsmeldungen bis spätestens 15. März 2019 bei ihm vorliegen müssen. Die Bezirksmeisterschaft 2019 findet vom 3. bis 5. Mai beim 1. RTK Regensburg statt, die Medenrunde startet dann am 10. Mai 2019. Weiterhin ist ab August/September 2019 erstmals ein Mixed-Wettbewerb in Ligenform geplant.