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Bayerischer Tennis-Verband

Gerhard Specht holt zwei Goldmedaillen in die Oberpfalz

Bezirk Oberpfalz

Gerhard Specht (l.) und Christel Strung (2. v. l.) gewannen im Mixed bei der Hallen-Europameisterschaft im österreichischen Seefeld gegen die Russen Anna Pechenkina (2. v. r.) und Boris Chirkov (r.) die Goldmedaille. Bild: lst

(27.01.2019) Neunkirchen. (lst) Die Liste der gesammelten Titel ist zum zwei Einträge reicher: Gerhard Specht, Senioren-Spieler des Tennisgemeinschaft (TG) Neunkirchen, hat bei der von 11. bis 27. Januar im österreichischen Seefeld stattgefundenen Europameisterschaft der ITF (International Tennis Federation) zwei Goldmedaillen in die Oberpfalz geholt. Zusammen mit Hans Muller gelang ihm zunächst in der Altersklasse M80 im Doppel der Sieg, ehe er mit Christel Strung auch den Mixed-Wettbewerb für sich entschied. Im Einzel war hingegen bereits im Viertelfinale Endstation.


Specht bleibt also auf internationaler Ebene weiterhin erfolgreich. Bereits im September letzen Jahres hatte der 82-Jährige bei der Senioren-Weltmeisterschaft im ATP-Stadion im kroatischen Umag zusammen mit seiner Doppelpartnerin Joy Rigter aus Australien die Goldmedaille im Mixed-Wettbewerb sowie mit dem Team Germany und zusammen mit Werner Marx im Doppel jeweils den dritten Rang gesichert. „Der Wahnsinn. Unglaublich, was Gerhard nach der WM nun in Seefeld in den letzten beiden Wochen geleistet hat“, freute sich TGN-Vorsitzender Uwe Dressel, als von den neuerlichen Erfolgen Spechts erfahren hatte.


Im Einzel war der TGN-Akteur an Position 3 gesetzt und musste sich nach einem Freilos zum Auftakt in seinem ersten Match mit Manfred Kammin aus Deutschland auseinandersetzen. Specht hatte hier keine große Mühe und zog mit einem sicheren 6:1 und 6:1 ins Viertelfinale ein. Dort wartete sein Teamkollege Klaus-Dieter Eifert auf ihn. In einer knappen Partie hatte der Neunkirchener mit 4:6 und 5:7 das Nachsehen. Europameister wurde der Schwede Rolf Westman, der im Endspiel Werner Schlereth mit 6:2 und 6:0 in die Schranken verwies.


Weitaus besser lief es für Specht dann im Doppel: Zusammen mit Hans Muller zog der 82-Jährige durch das hart erkämpfte 4:6, 6:2 und 10:5 gegen die Deutschen Kammin/August Lindheim ins Finale ein und traf dort auf das topgesetzte Duo Eberhard Behrend/Carsten Keller.  Die als Außenseiter geltenden Specht/Muller trumpften hier jedoch stark auf, ließen ihren Konkurrenten beim 6:1 und 6:2 keine Chance und sicherten sich so die Goldmedaille.


Genauso spannend war Spechts Auftritt im Mixed zusammen mit Christel Strung am Samstag: Im Halbfinale gegen Inger Delamare (Frankreich)/Viggo Holm (Dänemark) musste das deutsche an Position 1 gesetzte Duo an die Leistungsgrenze gehen, um mit einem 4:6, 6:4, 10:5-Sieg den Einzug ins Endspiel zu schaffen. Dort trafen Strung/Specht auf die Russen Anna Pechenkina und Boris Chirkov. Nach einem sicheren 6:0 im ersten Satz boten die Gegner im zweiten deutlich mehr Gegenwehr. Strung/Specht hielten dagegen, siegten mit 7:6 und freuten sich über eine weitere deutsche Goldmedaille.