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Bayerischer Tennis-Verband

Yvo Panak wiederholt Sieg im HIW-Cup

Yvo Panak (mitte) besiegt Marcel Strickroth (links) im Finale des HIW-Cups. (bild:Weichselmann)

(27.11.2018) Yvo Panak vom Bayernligisten MBB SG Manching hat beim DTB-A5-Turnier HIW Indoors seinen Vorjahressieg wiederholt und reist damit mit reichlich Selbstvertrauen zum ITF-Future nach Prag weiter. Neben dem Siegerpokal und 650 € Preisgeld darf er sich auch über viele wertvolle Punkte für die Deutsche Rangliste freuen. Topgesetzt und als Favorit ins Turnier gestartet stand Panak (DR 52) nach leichten Auftakterfolgen im Viertelfinale gegen den famos aufspielenden Michael Weindl (TC Ismaning, DR 192) aber kurz vor dem Aus. In einem dramatischen Spiel schenkten sich die beiden 23-Jährigen nichts und duellierten sich knapp 2,5 Stunden. Am Ende hatte Panak das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite und siegte im Tie-Break des dritten Satzes.

Im Halbfinale traf er dann auf den Lokalmatadoren Sascha Bilek (DR233), der mit starken Leistungen gegen Tim Hofmann (TC Neunkirchen, DR 372) und Tobias Brutscher (TC GW Gräfelfing) zum ersten Mal ins Halbfinale der HIW-Indoors einzog. Bilek lieferte Panak einen beherzten Kampf und hatte im zweiten Satz durchaus seine Chancen, als er beim Stand von 5:5 sogar einen Breakball hatte. Doch routiniert wehrte Panak diese Chance ab, um anschließend selbst das Break zum 6:3, 7:5 Sieg zu landen.

Im zweiten Halbfinale standen sich in den „Regensburger Stadtmeisterschaften“ der an zwei gesetzte Marcel Strickroth (DR 92) und sein Teamkamerad Luis Chab gegenüber. Chab war nur mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerutscht, zeigte dann aber überragende Leistungen. Zunächst siegte Chab gegen Frederik Krusemark (Luitpoldpark München, DR 418) knapp in drei Sätzen, um dann im Viertelfinale den „Altmeister“ und Dauergast beim Chamer Turnier Sebastian Schiessl (TC RW Straubing, DR 137) in einem tollen Match aus dem Rennen zu werfen. Schiessl, immerhin Sieger aus dem Jahr 2013, hatte zuvor den Regensburger Uli Vollath im Achtelfinale knapp in zwei Sätzen besiegt. Strickroth setzte sich im Viertelfinale gegen den vierten Regensburger Bernhard Wieand in zwei Sätzen durch. Im Halbfinale erwischte Strickroth den besseren Start und nutzte ein Break zum 6:4 Sieg im ersten Satz. Doch Chab begeisterte wie schon zuvor mit großem Kämpferherz und holte sich Satz zwei ebenfalls mit 6:4 zum Ausgleich. Im dritten Satz fehlten dann aber doch ein paar Körner und Strickroth setzte sich glatt und letztlich verdient mit 6:2 durch.

Damit kam es im Finale zur Neuauflage des Vorjahres-Halbfinals und zum Traumendspiel der beiden Topgesetzten Panak gegen Strickroth. Die Zuschauer bekamen bestes Tennis, krachende Aufschläge und lange druckvolle Grundlinienrallys zu sehen. Panak erwischte den besseren Start und lag mit 6:2 und 2:0 in Front. Doch plötzlich riss der Faden beim bis dahin souverän aufspielenden Titelverteidiger. Strickroth gelang das Rebreak und hatte beim Stand von 2:2 sogar die Chance auf Breakbälle. Doch ein unglaublicher Slice-Passierball aus höchster Bedrängnis drehte wieder das Spiel. Panak hielt seinen Aufschlag und nahm anschließend Strickroth den Service ab. Beim Stand von 5:3 servierte Panak anschließend zum Turniersieg und ließ letztlich nichts mehr anbrennen: 6:2, 6:3 Sieg!

In der Siegerehrung hob der RW-Vorsitzende Markus Weichselmann, selbst Teilnehmer und erst im Achtelfinale an Sascha Bilek gescheitert, die hohe Qualität und den Stellenwert des Turniers hervor. Mit 40 Teilnehmern und 15 Spielern der Deutschen Rangliste ist das A-5-Preisgeldturnier mittlerweile bestens in der Turnierlandschaft verankert. Das zeigt auch die hohe Zahl von Teilnehmern, die immer wieder gerne nach Cham zum Turnier kommen. „Es waren super faire Spiele, nicht ein einziges Mal war ein Schiedsrichtereinsatz notwendig“, hob Weichselmann in seiner Ansprache hervor. Bereits am Donnerstag startete die Qualifikation, das Hauptfeld begann dann am Freitag und da wurde sogar bis nach zwölf Uhr in der „Night-Session“ gespielt. Weichselmann ehrte anschließend die beiden Finalisten mit Pokal und Siegerscheck. Sieger Yvo Panak durfte sich über 650,- € Preisgeld freuen, Marcel Strickroth verlieben als Trostpflaster immerhin noch 350,- €.

(Bericht: Markus Weichselmann)